Gertraud und Robert Rammelsberg
Startseite
Neues von rammelsberg-obernkirchen.de
Das Sonnenbrinkbad hat gewonnen!
Seit 1998 setzen meine Frau und ich uns für das Sonnenbrinkbad ein. Es begann mit einer Protestveranstaltung im Jahre 1998. Das Bad war geschlossen, wegen "Wasserverlust". Plötzlich war zu wenig Wasser im Becken und keiner kannte die Ursache. Dass sich ein Jahr später herausstellte, dass der marode Abfluss für den Wasserverlust verantwortlich war, ein Tribut an die jahrelange schlechte Wartung und Instandhaltung, konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner wissen. Das Gutachten, das die Verwaltung in Auftrag gegeben hatte, kam zu dem Schluss, dass das Becken auf schwimmenden Grund steht und in wenigen Jahren in "Schieflage" geraten könnte. Es wurde auch festgestellt, dass der Investitionsbedarf in die Millionen geht und ein weiterer Betrieb sich nicht zu wirtschaftlichen Konditionen rechnen würde.
Das hat uns Aktivisten nicht überzeugt oder abgehalten ein Konzept auszuarbeiten. Wir wollten das Bad behalten und dafür auch etwas tun. Wir waren überzeugt, dass es möglich ist, durch Wissen, ehrenamtliche Arbeitskraft, Spenden und andere private Zuwendungen dieses Bad trotz des erheblichen Reparaturbedarfs zu erhalten. Letztlich hat sich unser Konzept durchgesetzt. Es kam zu einem Vertrag mit der Stadt Obernkirchen über drei Jahre. Die Stadt hat sich in diesen ersten 3 Jahren mit einem beachtlichen Geldbetrag von 100.000,- € jährlich am Wiederaufbau beteiligt.
Heute wissen wir, dass die Bürger bis 2010 jedes Jahr 383.000,- € an Spenden und eigener Arbeitsleistung aufgebracht haben. Eine andere und freiwillige Art von Steuern und Abgaben, die jeder von uns gern zum Wiederaufbau beigetragen hat. Die Stadt hat sich in den ersten 11 Jahren aus öffentlichen Mitteln mit jährlich 64.000,- € beteiligt

Mir gefiel 1998 das Engagement des Fördervereins, der zur Protestveranstaltung geladen hatte. Mir gefiel, dass sich Kinder auf den Weg machten und Geld sammelten und mir gefiel an diesem emotionalen Abend, dass spontan eine Frau 1.000,- DM spendete, um dieses Bad zu retten.
Meiner Frau und mir war klar, dass viel Arbeit auf uns warten würde, wenn wir uns für dieses Kleinod von Obernkirchen in Zukunft einsetzen. Trotzdem habe ich an diesem Abend den damaligen Vorsitzenden des Förderverein Sonnenbrinkbad e.V. beim Wort genommen. meine Hilfe und mein Wissen angeboten und ihn gebeten, eine Bürgerarbeitsgruppe aufzustellen, die den Betrieb des Bades aus eigener Kraft organisieren sollte.
Wolfgang Hein hat spontan zugesagt. So hat unser gemeinsames Engagement begonnen. Beide hatten wir eine besondere Beziehung zu diesem Bad und wie wir heute wissen, haben wir auch eine ähnliche, zeitlich versetzte sportliche Vergangenheit durch den Schwimmsport und das Wasserballspiel.
Der Anfang war sprichwörtlich schwer und kaum jemand hat den wackeren Streitern zugetraut, dass daraus ein Erfolg wird. Aber 3 Jahre später war die Existenz des Bades für viele so selbstverständlich wie viele Jahre vorher. Nur der Standard, die langen Öffnungszeiten, die Freundlichkeit und die vielen schönen Events hatten sich geändert. Schwimmen, Sport und Wellness waren in Obernkirchen wieder angesagt. Das zeigten die Gästezahlen, die jährlich die 100.000 fast erreichten und sogar überschritten.
Am 31. August 2011 hat nun eine neue Zeitrechnung für unser Bad begonnen. Der Rat hat durch seine Beschlüsse den Weg für diese neue Zukunft frei gemacht.
Schon am 10. August 2011 haben Bürgervertreter, Politik und Verwaltung gemeinsam öffentlich bekundet, dass sie sich gemeinsam für dieses Bad im Interesse aller Obernkirchner Bürger und der Bürger unserer benachbarten Kommunen stark machen wollen. Die Samtgemeinde Nienstädt wird sich sogar finanziell an dem Konzept beteiligen.
Pressebericht der Schaumburger Nachrichten vom 12. August 2011
Einfach draufklicken und der Bericht erscheint!